Melkmaschine für Männer?

Von Helene Aecherli, 4. Juli 2014

Man muss ja nicht gleich alles weiterleiten, was einem so zugemailt wird, aber dies ist nun doch zu köstlich, um darüber zu schweigen:

Der Direktor der urologischen Abteilung einer chinesischen Klinik in Nanjing, der Hauptstadt der Provinz Jiangsu, hat vor kurzem eine neue Maschine eingeführt, die Samenspendern das Samenspenden erleichtern soll. Sie enthält ein Massagegerät, das sich an die Körpergrösse des Benutzers anpassen lässt, einen Geschwindigkeitsregulator sowie einen auf Bauchhöhe eingebauten Bildschirm,über den man Filme jeglicher Geschmaksrichtung laufen lassen kann, für den Fall, dass mann sich für den Akt zu wenig inspiriert fühlen sollte. Das Ganze ist selbstverständlich vollautomatisiert, Handanlegen, das war gestern.  Und das sieht so aus:

Nun könnte man natürlich sagen, die sind ganz einfach ein bisschen verschroben oder gar technikverrückt, die Chinesen, denn welcher Mann will schon gemolken werden wie eine Kuh? Oder  „sich von einer Maschine vögeln lassen“, wie es ein guter Freund von mir ausdrückt. Doch bevor ich diese Einwände mitfühlend abnicken konnte, erreichte mich die Kunde, dass es obiger Link tatsächlich bis in ein gutschweizerisches medizintechnisches Labor geschafft hat und kichernd an der wöchentlichen Teamsitzung diskutiert wurde. Dieses Teil, so hiess es, sei gar nicht so absurd, womöglich würde es sich sogar ganz gut dafür eignen, Spermien für Spermiogramme abzunehmen; es wäre mal was anderes, als als die Jungs – wie bis anhin –  in eine dunkle, mit Sexheftchen bestückte Kammer zu schicken. Nicht zu schweigen von der erhöhten Hygiene, die so ein Ding mit sich bringen würde. Und weiter war zu vernehmen, dass sich der Chef des Labors nun mal schlau machen und nachforschen werde, ob dieser Samen-Extraktor überhaupt existiert.

Gut, kann sein, dass es dem Chef damit nicht allzuernst gewesen ist. Aber wie auch immer, es bleiben zwei Grundfragen:

Waren die chinesischen Ingenieure nicht trotz allem ein bisschen übermotiviert?

Und – warum machen solche Links solchen Spass?

 

 

 

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