Good Vibrations: Der Test

Von Helene Aecherli, 14. Februar 2014

Ja, wir haben „The Fireman“ und seine Kumpels getestet. Also, fast alle. Hier gehts zu den Resultaten:

Die Jungs haben ja letzte Woche für Heiterkeit in den Redaktionsräumen gesorgt, die Kunde, dass annabelle mit den neusten Vibratoren ausgestattet worden ist, drang sogar bis zum Small Talk an einem verlagsinternen Abschiedsapéro vor.  “The Frenchman”, “The Firmeman”, “The Millionaire” und “The Tennis Coach”, so heissen die motorenbetriebenen Silikonhelden, nur schon deren Beschrieb auf der Verpackung jagte uns ein verklärtes Grinsen ins Gesicht,  ich konnte nicht umhin, die allgemeine Verzückung festzuhalten, die Vorschusslorbeeren waren gewaltig, ebenso die Erwartungen an noch ungekostete Freuden (http://sexsensibility.annabelle.ch/2014/02/08/good-vibrations).
Doch halten die Vibratoren, was deren Macher – und das sind immerhin schwedische Ingenieure –  versprechen? Wir, drei Frauen und ein Mann (er plante den Testlauf zusammen mit seiner Partnerin) haben sie ausprobiert – die Vibratoren, also, nicht die Ingenieure.

Die Ergebnissse sind folgendermasssen:

Testresultat für den „Frenchman“, Kollegin 1:
„Ich bin, was Sextoys betrifft, eine Anfängerin und fand (vielleicht deshalb?) den Frenchman très charmant. Er heisst jetzt François: François ist sanft, hübsch und einfach zu bedienen. Er darf noch ein bisschen bei mir bleiben. Ah und  – dass er „for external use“ gedacht ist, hab ich erst nachher gelesen. “

Testresultat für den „Tennis Coach“, Kollegin 2:
„Mit seinem Körperbau kann er von Wimbledon nur träumen. Dafür brilliert er bei Interclub-Turnieren, als Tennislehrer und mit seinem unverschämt guten Aussehen. Er ist der silikongewordene Beweis,  dass man  mit Charme und inneren Werten eine Frau glücklich machen kann. Er beherrscht die Grundlagen des (Liebes)Spiels – aber nicht mehr… für mehr muss Frau ihn bei der Hand nehmen.
Positiv: Er kann auch schwimmen, ist wasserdicht und zudem sehr, sehr leise.
Negativ: Er braucht eine Batterie
Fazit: Der Tennis Coach ist ein klassischer Vibrator mit einer super angenehmen Silikonoberfläche und vier verschiedenen Vibrationsstufen, die sich für meinen Geschmack jedoch nicht wesentlich unterscheiden.  Doch aufgrund seiner Schönheit und Schnörkellosigkeit ist er ein perfektes Geschenk für eine sehr gute Freundin, der man mal was anderes mirbringen will, als Blumen und Schokolade.“

Testresultat für „The Millionaire“, der Kollege:
Hmm, wie soll ich das nun sagen: mein Kollege hielt sich lange verdeckt, wollte nicht so recht rausrücken. Im Verlauf der Woche habe ich dann aber erfahren, dass seine Partnerin den Millionär fortgeworfen hat; sein Angebot für einen gemeinsamen Vibratorentest soll in der postnatalen sexuellen Entzugssphase, in der sich das Paar zur Zeit befindet,  miserabel angekommen sein. Das sagt nun nicht direkt etwas über die Fähigkeiten des Millionärs aus, weist aber darauf hin, dass es von Vorteil sein kann, wenn man Sexspielzeug manchmal einfach in der Schublade liegen lässt – auch auf die Gefahr hin, dass es dort Staub ansetzt.

Testresultat für „The Fireman“:
Ehrlich gesagt: Er war ein Flop. Das klingt jetzt hart, ich weiss, aber er erinnerte mich in Aktion eher an eine beflissen dauersummende Biene, als an einen feurigen Liebhaber, erschwerend kommt hinzu, dass sein Potential für eine weitere Entwicklung aufgrund seiner technischen Möglichkeiten ausgeschlossen ist. Er ist zwar wirklich hübsch und liegt wirklich buttersamtweich auf der Haut und ist unglaublich nett und wahnsinnig rücksichtsvoll – Faktoren, die, so positiv sie im Grunde auch sein mögen, jegliche Erotik im Keim ersticken lassen. Der Fireman ist im besten Fall ein Einsteigertoy. In diesem Sinne stimme ich ganz mit einer Freundin überein, die sagte: „Der sieht ja aus wie ein Gartenwerkzeug. Da lob ich mir den Gärtner.“ Genau. Ich leg den Firemann zum Salatbesteck und nehme mir nun den Dutchman.

PS: Neugierig geworden?  Informationen und Produktebeschrieb gibts hier: www.comeplaywithus.com

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